Tag- und Nachtgleiche

Wenn Licht und Dunkel sich umarmen, entsteht Magie

In der Dämmerung, da Licht und Dunkel sich küssen, treffen sich zwei Liebende, die sich unendlich vermissen.

Ihr Name ist Realität, der seine ist Traum, täglich aufs Neue zerrissen in der Dualitäten Erlebnisraum.

Seufzend legt sie den Kopf an seine Schulter. Flüstert: “Sag Liebster, wann dürfen wir endlich vereint sein?

Er streichelt ihr schimmerndes Haar und antwortet: “Wenn die Welt der Trennung wird müde sein.”

“Aber verstehen sie denn nicht, das wir eins sind, verbunden, uns lieben? Dass es unsere Kinder sind, die ihnen bringen, was sie erstreben?”

Er lächelt sie an und spricht zu ihr sanft: “Noch wissen sie es nicht doch ringen sie um Erkenntnis, ein Äonen langer Kampf um das eigene Verständnis.

Sie werden erkennen, dass sie bestehen aus Tag und Nacht gleichermaßen, so wie vor langer Zeit sie es wussten, noch ehe sie vergaßen.“

Für einen Moment schweigt sie doch dann: „Sie quälen mich, wie soll ich ihnen sagen, dass ich ohne dich nicht bestehen kann?“

Der Traum, er küsst seine müde Geliebte. Er tröstet sie mit den Worten: „In ihrer Leben Getriebe bin ich der Stern nach dem sie sich richten, doch du bist die, deren Gestade sie sichten.

Nach Sturm und Widerstand finden sie ihr Ziel bei dir, doch dorthin geleitet wurden sie von uns beiden, dem Wir. Schon fühlen sie, dass ich schenke die Vision, die du zur Erfüllung bringst auf ihrer Mission.“

Die Liebenden betrachten schweigend die Dämmerung, jenen Moment, den weder Licht noch Dunkel sein eigen nennt.

Geborgen in ihrer Liebe, verharren Traum und Realität und erwarten geduldig den Tag, da der Mensch sie als eins, als ganz erkennen mag.

 

 

Ein Gedanke zu „Tag- und Nachtgleiche

  1. Liebe Katharina,
    du erzählst in magischer, heilsamer Weise, das berührt mich sehr.
    Die Macht der Geschichten fühle ich auch schon lange in mir und meine Geschichtenfiguren leben in mir, sind Teile meines Seelenhaushaltes. So wie deine es wohl auch in dir sind – wie es sich anfühlt.
    Ich durfte immer wieder die Erfahrung machen, dass vieles, was in meinen Geschichten geschieht, sich in der Essenz danach auf der Bühne meines „realen“ Lebens darstellt. Deshalb achte ich darauf, ebenso wie ich es bisher in deinen Geschichten finde und in Freude den Hut vor ziehe, dass die Mächtigen, die in den Geschichten agieren, ihre Macht stets in Liebe und Güte ausüben und sich ihrer bewusst sind. So wie ich es bei Samira und ihrem Großvater auch erleben und dadurch regelrecht mitfühlen durfte.
    Vielen Dank für´s Teilen und auch dafür dass du meinen Blog abonniert hast.
    Alles Gute
    Miriam

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