Das Flüstern des Silberraben

In der dunkelsten Nacht leuchten die Sterne am hellsten.

Silberne Flügel schimmern bei Nacht, ein leises Lied klingt, zart und voller Macht:

“Erinnert Ihr Euch, habt Ihr’s vernommen, wie ich von Briga die silbernen Flügel bekommen? Viel Zeit ist seither verstrichen. Neue Träume erwachten, andere verblichen.

Was ich auf langem, schwerem Weg erwarb ist mehr als, was ich von der Schönen erbat. Mir selbst innig vertraut, bleibe ich fremd in Eurer Welt.

In stiller Mondnacht sich manch Seele zu mir gesellt. Jede Begrüßung ist mir ein Fest, doch erkennt der Menschengeist, dass was ich lernte auch ihn umkreist, fliehen die meisten entsetzt.

Und so wispere ich und sende Euch in stiller Nacht einen Gruß. Mancher vernimmt ihn als Segen, mancher als Fluch. Doch ist es allein an Euch zu erwägen, ob des Silberraben Gruß Euch gereicht zum Fluch oder zum Segen.

Wie alles andere liegt es bei Euch und der Richtung Eures Strebens. Seid gesegnet mit Anmut und Schönheit auf dem Weg Eures Lebens

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